Triggerpunkt-Therapie

Die entscheidende Ursache für die Entstehung und Chronifizierung von Muskelschmerzen ist laut Dr. Bauermeister in „Triggerpunkten“ zu suchen. Dies sind erkrankte Muskelfasern, deren Stoffwechsel aufgrund einer gesteigerten neuro-muskulären Überaktivität gestört ist. Es werden ständig Signale zur Muskelkontraktion an einzelne Muskelabschnitte gegeben, wodurch quasi eine „Energiekrise“ ausgelöst wird. Deshalb bleiben die Muskelfasern solange verkürzt und verdickt, bis sich die Durchblutung wieder normalisiert. Bis zu diesem Zeitpunkt, der nicht selten Jahrzehnte andauern kann, setzen sie den Muskel unter Spannung. Die Folgen: Schmerzen, Verspannungen, Verhärtungen, Einschränkung der Leistungsfähigkeit, Anfälligkeit für Verletzungen.

Werden diese Trigger gezielt manuell therapiert, ziehen sich die verknoteten Muskelfasern plötzlich zusammen und erwachen förmlich zu neuem Leben. Der Muskel wird wieder elastisch und dehnbar und findet zu seiner alten Kraft zurück. Entzündungssubstanzen und Schmerzauslöser werden aus dem Trigger beseitigt. Entzündungsfördernde Faktoren wie eine Gewebsübersäuerung, Statik- oder Haltungsprobleme müssen erkannt und korrigiert werden, um eine umfassende und dauerhafte Besserung zu erreichen. Die Trigger-Osteopraktik kann mehr als nur Schmerzen lindern – sie kann durch ihren ganzheitlichen Ansatz eine ungeahnte Verbesserung der Lebensqualität bewirken.

Was sind Trigger?

Trigger sind dauerhaft verkürzte und geschwollene Muskelfasern. Sie sind als harte Stränge oder Knoten in der Muskulatur tastbar und können sich über Jahre bilden, meist durch Überanstrengung oder durch Verletzungen. Da Skelett und Muskulatur ein Ganzes bilden, ziehen diese Faserverdickungen schließlich auch den Knochen in Mitleidenschaft. Das heißt, die Trigger beginnen wie ein überspanntes Seil am Knochen zu ziehen. Auf diese Weise gelingt es ihnen, über den Sehnenansatz Gelenke ungleichmäßig zu belasten und sogar Wirbel in Fehlstellungen zu bringen.

Was bewirken Trigger?

In der Folge treten häufig diffuse Schmerzen des Bewegungsapparates auf. Die häufigsten Diagnosen: Bandscheibenvorfälle, Blockaden oder andere Gelenkschäden, wie Abnutzungen oder Arthrose. Sie alle müssen mehrheitlich muskulären, durch Trigger verursachten Funktionsstörungen am Skelettsystem zugeschrieben werden. Sind diese Beschwerden durch Trigger ausgelöst, lassen sie sich durch schulmedizinische Methoden meist nicht wirkungsvoll behandeln.

Wie können Trigger diagnostiziert werden?

Trigger bilden sich nicht an dem Ort, wo die Schmerzen auftreten und können weder durch Röntgenaufnahmen, noch durch Computer- oder Kernspintomographie erkannt werden. Daher ist vor Therapiebeginn eine ausführliche Diagnostik unerlässlich. Dabei sollen Triggerpunkte lokalisiert und Ursachen für deren Bildung gefunden werden. Die Messung der Gelenkbeweglichkeit sowie der Körperstatik sind dabei die wichtigsten Diagnosemittel. Die diagnostischen Methoden der Trigger-Medizin ermöglichen genaueste Messungen am Körper und sind unabdingbare Voraussetzung für eine gezielte Therapie.

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